"Von mir aus kann das Turnier losgehen" -
Jan Oberdorf im Interview

Datum: 17.05.2018

Der Aufbau im Bremenstadion ist so gut wie abgeschlossen - die Arbeit geht für Jan Oberdorf und Team trotzdem weiter...


Der SPAX-Cup 2018 steht an. Am Samstagnachmittag ab 14 Uhr rollt im Bremenstadion der Ball. Die Vorbereitungen für das Turnier laufen bereits seit Monaten – die Vorbereitungen im Stadion haben in der vergangenen Woche begonnen. Jan Oberdorf ist als Leiter des außersportlichen Bereiches für alles verantwortlich, was im und um das Stadion passiert. spax-cup.com hat mit ihm gesprochen… 


Jan, am Samstagnachmittag geht es los. Wie weit seid Ihr mit den Vorbereitungen?

Die sind größtenteils abgeschlossen. Wir warten jetzt eigentlich nur noch auf verschiedene Warenlieferungen und müssen das Ehrengastzelt einrichten. Ansonsten steht alles und ist alles angeschlossen – von mir aus kann das Turnier losgehen!


Du hast die Leitung des außersportlichen Bereichs von Willi Vering übernommen. Der steht zwar immer noch mit Rat und Tat zur Seite, die Verantwortung liegt jetzt aber bei dir. Hast Du den Aufwand dahinter richtig eingeschätzt?

Ganz ehrlich: Von der Größe her, was da vorab an Arbeit anfällt, ist es doch wesentlich mehr geworden! Vorher war das mit Willi Vering und Dieter Kenklies auf zwei Leute verteilt. Vor allem in den Wochen vor dem Turnier ist es doch enorm: Da muss der Kontakt zu den Lieferanten hergestellt werden, die Bestellungen müssen raus. Das ist ein riesiger Aufwand. Ab vier Wochen vor Pfingsten sitze ich eigentlich jeden Abend da und schreibe Bestellungen, koordiniere Termine oder lege den zeitlichen Ablauf fest. Wir sind zum Beispiel aufgrund der logistischen Voraussetzungen im Stadion darauf angewiesen, dass die Lieferanten punktgenau kommen. Das alles ist aber auch extrem interessant – ich habe dieses Jahr schon einiges anders gemacht und habe auch bereits Ideen fürs nächste Jahr…


Du hast einiges anders gemacht?! Zum Beispiel?

Wir werden dieses Jahr die Essensstände erstmal nicht mehr selber bewirtschaften; die haben wir fremdvergeben. Das übernehmen jetzt die Firma Hähnchen Schmitz und das Steakhaus Black Angus. Mit diesen Partnern versuchen wir eine langfristige Kooperation aufzubauen, in der wir die Variation und die Qualität der Produkte und des Service weiter steigern können. Uns haben im Vorjahr viele Leute angesprochen und gesagt: „Ich möchte jetzt nicht unbedingt eine Currywurst-Pommes, sondern vielleicht einen Salat oder einen Burger oder Nudeln.“ Daraufhin haben wir mit unseren neuen Partnern ein Produktportfolio zusammengestellt. Natürlich halten wir unsere Standardprodukte auch noch – also wer seine Currywurst haben möchte, der bekommt die auch! Aber der Trend geht halt immer mehr in Richtung alternativer Ernährung – und das wollen wir anbieten und in den kommenden Jahren auch erweitern.


Am Samstag um 14 Uhr erfolgt der erste Anstoß. Kannst Du dann durchatmen und Dich zurücklehnen – oder stehst Du weiter voll unter Strom?

Ich bleibe weiter zu 100 Prozent auf Spannung! Wir haben ja auch rein sicherheitstechnisch die komplette Verantwortung für die Veranstaltung. Und außerdem geht’s dann auch darum, im Stadion die Runden zu drehen und zu gucken, dass alles läuft: Strom, Wasser – gibt’s da Probleme? Muss irgendwo ein neues Fass angeschlossen werden? Da habe ich aber zum Glück viele helfende Hände, die sich um die verschiedenen Bereiche im Stadion – also zum Beispiel Gegengrade und Haupttribüne kümmern…


Die Vorbereitung, das Turnier, hinterher der Abbau – ohne Urlaub geht das alles wahrscheinlich nicht, oder?

Eigentlich nicht, nein! Der Aufwand wäre dann definitiv nicht mehr zu rechtfertigen; gerade für das Privatleben. Da ist es wirklich besser, sich die sieben Tage Urlaub zu nehmen und voll und ganz vor Ort verfügbar zu sein. Sonst würde ich jeden Tag zwischen 16 und 17 Uhr nach Hause kommen, müsste erstmal wieder umschalten und mich auf den neuesten Stand bringen und schließlich bis in den späten Abend hinein alles aufarbeiten. Das wiederum wäre auch in der Zusammenarbeit mit den Leuten schwierig, die den ganzen Tag über im Stadion arbeiten. Darunter würden dann sowohl die Qualität der Veranstaltung, als auch das Privatleben extrem leiden.


Wie viele Helfer sind denn im Vorfeld des Turniers im Stadion beschäftigt?

In der Woche vor dem Turnier sind für den Aufbau fünf Leute jeweils ganztägig vor Ort. Dazu kommen dann jeden Tag noch einige Leute, die jeweils stundenweise mit anpacken können. Da bin ich auch extrem froh drüber – und das wird jeder, der schonmal ein 50-Liter-Fass Bier getragen hat nachvollziehen können. Und allein von diesen Fässern haben wir vorab 80 zu verteilen. (msc)




© www.tus-ennepetal.de 17.05.2018