Michael Peiniger: "Das Niveau ist einzigartig!"

Datum: 18.05.2010

TuS-Chef Michael Peiniger: "Die Organisation, das kann ich durchaus so sagen, ist reif für die Champions-League"


Am Samstag eröffnen die Mannschaften von Celtic Glasgow und dem VfL Wolfsburg den SPAX-Cup 2010, die 37. Auflage des internationalen U19-Turniers des TuS Ennepetal. spax-cup.com sprach vorab mit dem TuS-Vorsitzenden Dr. Michael Peiniger über das Turnier.

Michael, der Spax-Cup steht kurz bevor. Was erwartest du vom Turnier 2010?
"Ich erwarte vom Turnier im Jahr 2010 sehr guten Fußball auf höchstem Niveau von Mannschaften, die nicht nur weltweit bekannt sind, sondern auch in der laufenden Saison in der Regel Meister in ihrem Land geworden sind. Ansonsten hoffen wir, dass sich die vielen Gäste im Stadion wohlfühlen. Es wird ein Treffen sein von vielen Kindern und Jugendlichen einerseits, Fußballfachleuten aus der Region, wie aber auch von den vielen Unterstützern des TuS, die sicherlich viel Freude an unserem Turnier haben werden."

Worauf freust du dich ganz besonders?
"Ich persönlich freue mich, mit vielen Freunden des TuS Ennepetal über die Zukunft zu reden. Und zwar nicht nur über den Fußball, sondern auch über die persönlichen Ziele eines jeden."

Die A-Jugend des TuS tritt in diesem Jahr zum ersten Mal seit Jahren wieder ohne Unterstützung der TSG Sprockhövel an. Was traust du den Jungs zu?
"Der eigenen A-Jugend traue ich in der Tat zu, so stark zu sein wie die Spielgemeinschaft mit Sprockhövel in den vergangenen Jahren. Dann bin ich schon sehr zufrieden."

Gibt es Überraschungen beim Spax-Cup 2010?
"Es gibt eine Neuigkeit: das Bürgermeister-Elfmeterschießen auf Vorschlag unseres Bürgermeisters Wilhelm Wiggenhagen unter Beteiligung der Stadtoberhäupter aus dem Südkreis. Am Samstagabend werden wir im Haus Ennepetal mit den teilnehmenden Mannschaften und geladenen Gästen gemeinsam auf Großleinwand das Finale der Champions-League gucken."

Du selbst hast als junger Kicker auch beim TuS auf dem Turnier gespielt. Erinnerst du dich noch daran?
"Ja, das müsste 1975 gewesen sein. Ich kann mich noch ziemlich gut daran erinnern."

Wie war es denn damals?
"Wir kamen gerade aus der Aufstiegsrunde, waren Kreisligist. Technisch war es bei mir nie das Problem, das ging immer ganz gut. Beim Turnier habe ich dann jedoch gemerkt, dass es von der Schnelligkeit her nicht reichte. Dann habe ich mir daraufhin überlegt, lieber Vorstand zu werden. (lacht) Nein, ernsthaft. Mir war danach klar, dass ich im Fußball nicht die großen Erfolge erzielen würde. Ich habe mich dann lieber auf Physik (Anm.: Michael Peiniger ist Doktor der Physik) und Management konzentriert."

Kannst du dich in die Lage eines heutigen Spielers versetzen?
"Ich denke, es ist ein recht vergleichbares, spielerisches Niveau für unsere Jungs. Als TuS-Spieler hat man jedoch sicher noch größere Probleme, gegen die großen Gegner zu spielen. Bei den größeren Vereinen wird heute noch mehr die Athletik optimiert."

Was sagst du generell zum Niveau des Turniers?
"Ich selbst habe es als Spieler damals wahrgenommen, als gebe es das schon sehr lange. War aber gar nicht so. Heute ist alles ganz anders, das Turnier ist unser sportlicher Höhepunkt eines jeden Jahres. Die Professionalität ist hervorragend. Die Organisation, das kann ich durchaus so sagen, ist reif für die Champions-League. Das Niveau ist einzigartig, in Deutschland und auch in Europa stehen wir sehr gut."

Das Interview führte Jan Schulte




© www.tus-ennepetal.de 18.05.2010