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Zukünftige Fußballstars, prominente Ehrengäste, hochklassiger Jugendfußball und bis zu 15.000 Zuschauer - der SPAX-Cup des TuS Ennepetal bietet mehr als nur einen Hauch der großen Fußballbühne.

Wenn die Nachwuchskicker aus aller Welt in Ennepetal um Tore und Punkte kämpfen, herrscht im Bremenstadion eine Atmosphäre, wie man sie sonst nur aus den großen Bundesligastadien kennt. Und genau diese Atmosphäre ist es, die den SPAX-Cup des TuS Ennepetal einzigartig in ganz Europa macht...

Jürgen Klinsmann, Fernando Torres, Andrei Schevtchenko und David Beckham - alles begnadete Fußballer, die die europäische Fußballspitze der letzten Jahrzehnte bildeten und ihren Vereins- und Nationalmannschaften den Stempel aufdrückten. Sie alle kickten schon im Ennepetaler Bremenstadion beim SPAX-Cup des TuS.

Das Pfingstturnier - Die Anfänge

Als der damalige Ennepetaler Jugendleiter Günter Kierstan 1974 wieder ein internationales A-Jugend-Fußballturnier in der Klutertstadt etablierte, setzte er die erfolgreiche Turnierreihe aus den Jahren 1965 bis 1968 fort und legte den Grundstein für ein Turnier, das Jahre später die Talent-Scouts, Spielerbeobachter und Clubs aus der ganzen Welt ins Bremenstadion zieht.

Bereits 1974 nahm mit dem späteren Turniersieger Vasas Budapest eine ausländische Mannschaft teil, im folgenden Jahr schauten schon der FC Everton und der FC Antwerpen vorbei, die sich auch im Finale gegenüberstanden. Schnell machte sich das Turnier einen Namen und besonders die Bundesligaclubs schickten ihre A-Jugend-Garnitur nach Ennepetal. So auch die Stuttgarter Kickers, die 1979 das Turnier mit einem 6:1-Endspielsieg gegen Feyenoord Rotterdam gewannen. Ein Leistungsträger der starken Mannschaft: Guido Buchwald. Er ist nicht der einzige spätere Weltmeister, der aus den Stuttgarter Reihen beim SPAX-Cup auflief.

Klinsmann Spieler des Turniers

1981 und 1982 hatten die Kickers Jürgen Klinsmann im Gepäck, der an sein erstes Jahr im Bremenstadion bittere Erinnerungen hat. Die Nummer 11 begeisterte die Zuschauer vor allem durch seine Schnelligkeit und Dynamik und wurde hochverdient zum Spieler des Turniers gewählt. Dies bekam er allerdings nur vom Krankenbett aus mit, denn im Finale zog er sich einen komplizierten Schlüsselbeinbruch zu. Auch im darauf folgenden Jahr begeisterte er die Zuschauer, wurde wiederum zum besten Turnierspieler gewählt und schoss sich zudem zum Torschützenkönig.

Bereits ein Jahr später erstrahlte in Ennepetal der nächste Stern am Nachwuchsfußballhimmel. Olaf Thon war mit den Schalker Knappen angereist und gewann das Turnier. Er selbst steuerte beim 4:1 Finalsieg gegen Manchester City einen spektakulären Treffer bei. Bester Spieler des Turniers wurde aber ein anderer: Der ehemalige Bundestrainer Michael Skibbe, der aufgrund einer schweren Knieverletzung seine hoffnungsvolle Karriere beenden musste und dem es später auch noch als Trainer von Borussia Dortmund gelang, das Turnier zu gewinnen.

Das größte Aufgebot an späteren Bundesligaspielern stellte aber wohl 1984 der 1. FC Kaiserslautern. Gleich sechs Juniorenspieler fassten später auch im Profibereich Fuß. Franco Foda und Markus Schupp schafften sogar den Sprung in den A-National-Kader. Einige Jahre später war dann Mario Basler Leistungsträger bei den Pfälzern.

Effenberg führt Gladbach ins Finale

Ein weiteres Enfant terrible des deutschen Fußballs gastierte 1987 mit Borussia Mönchengladbach im Bremenstadion: Stefan Effenberg.

Und auch internationale Stars nahmen Ennepetal als Stufe ihrer Karriereleiter. 1980 wurde der Ungar Lajos Detari als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet. Vier Jahre später bekam Tony Dorigo von Aston Villa diesen Titel. Ebenso war Rob Witschge 1984 in den Reihen vom holländischen Rennomierclub Ajax Amsterdam dabei. Beide wurden in den folgenden Jahren zu Stammspielern ihrer Nationalmannschaften.

Zwei Jahre später betrat dann ein ganz Großer des holländischen Fußballs den Rasen im Bremenstadion. Dennis Bergkamp lief als die Nummer Acht in den Reihen von Ajax Amsterdam auf. Auch unser Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann war schon im Bremenstadion und wurde selbstverständlich zum besten Torwart des Turniers gewählt.

Manchester mit Beckham und Scholes

1989 kam sogar der Fußballadel nach Ennepetal. Englands Fußballidol Nummer Eins, Sir Bobby Charlton, begleitete seine A-Junioren als Präsident von Manchester United nach Ennepetal. Ebenfalls im United-Kader, der auch 1992 auflief, befanden sich Englands absolute Top-Fußballer. Superstar David Beckham zeigte schon damals, gemeinsam mit Paul Scholes, was in seinem rechten Fuß steckt. Auch Abwehrrecke Tony Adams schaute schon in Ennepetal vorbei.

Ein weiterer absoluter Superstar kam 1994. In den Reihen von Dynamo Kiew stand ein Spieler, der noch im selben Jahr die Champions-League kräftig aufwirbelte und später zum absoluten Top-Star beim AC Mailand wurde. Sein Name: Andrei Schevtchenko.

Torres betritt die Fußballbühne

Im Jahr 2000 machte ein Spieler auf sich aufmerksam, der in den Folgejahren einen kometenhaften Aufstieg hinlegte und 2008 mit der spanischen Nationalmannschaft Europameister wurde: Fernando Torres brillierte mit seiner unglaublichen Technik und sorgte für echte Begeisterung auf den Tribünen im Bremenstadion.

Besonders erfreulich ist, dass immer wieder Spieler in Ennepetal ihre Visitenkarte abgegeben haben, die auch in der Profimannschaft ihrer Vereine eine Chance bekommen haben und sich im rauhen Profifussball behaupten konnten. Mike Hanke (damals mit Schalke 04), Florian Kringe, David Odonkor, Lars Ricken (alle mit Borussia Dortmund), Hugo Moreira (FC Porto), Benny McCarthy (mit Ajax Amsterdam) und in der jüngeren Vergangenheit fiel vorallem Joel Matip auf. Er wurde 2009 mit dem FC Schalke 04 Turniersieger. Mittlerweile spielt er eine feste Rolle bei den Profis des FC Schalke 04; Matip hofft für 2010 zudem noch auf eine WM-Teilnahme - er könnte für die Nationalmannschaft Kameruns nominiert werden und gemeinsam mit Superstar Eto'o nach Südafrika reisen...

Klar, dass auch aus den nachfolgenden Turnieren noch Stars sprießen und gerade bei dem hochkarätig besetzten Teilnehmerfeld hervorragende Fußballer im Bremenstadion auflaufen. Mit Sicherheit wird in Zukunft wieder der ein oder andere künftige Fußballstar im Bremenstadion auf sich aufmerksam machen. Seien auch sie daher dabei, wenn viele Scouts die Stars von morgen in Ennepetal suchen und finden.

(Quelle: Westfälische Rundschau/überarbeitet vom TuS Ennepetal)